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Die Sonne hat viel Zukunft
Physikalisch betrachtet, könnte der ge- samte Weltenergiebedarf problemlos mit der Strahlungsenergie der Sonne gedeckt werden. Dafür würde es genü- gen, einen kleinen Bruchteil der Wüsten mit Sonnenkollektoren zu versehen. Sonnenenergie ist praktisch unerschöpf- lich und sauber, sie hat deshalb grosses Potential für die Energieversorgung der Zukunft. Dieses Ziel kann nicht in kurzer Zeit erreicht werden, aber lasst uns heute damit beginnen!

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Projektionsbild der Sonne mit Sonnenflecken.
Die Sonne - der Gigant aus Gas
Die Sonne - unser Zentralgestirn
Photovoltaik
Sonnenwärmekraftwerk
PSI - Solar Technology Laboratory
Fraunhofer Inst. solare Energiesysteme
NREL - National Renewable Energy Lab
Efficiency Record at 40.8 Percent
Solarkraftwerk für 600'000 Menschen

Globale Partnerschaft für Entwicklung
Die Regierungen aller UNO-Mitglieds- staaten haben sich im Jahr 2000 auf acht Millenium Entwicklungsziele geei- nigt, die durch gemeinsame Anstrengun- gen bis 2015 erreicht werden sollen. Auch die Schweiz hat die Zielsetzungen unterzeichnet, die auf den Grundwerten der Millenniumserklärung basieren und Werte beinhalten wie Freiheit, Gleich- heit, Solidarität, Toleranz, Respekt gegenüber der Natur und gemeinsam getragene Verantwortung. Zur Zieler- reichung ist auch die Unterstützung durch die Öffentlichkeit notwendig.

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Centre Millennium Development Goals
Die acht Entwicklungsziele

Gletscherschwund in den Alpen
In der Zeitspanne von 1973 bis 1985 gingen die Schweizer Gletscher um durchschnittlich 1 Prozent zurück, zwi- schen 1985 bis 2000 verloren sie ganze 18 Prozent an Fläche. Der Gletscher- schwund hat sich somit beschleunigt. In den 25 Jahren von 1973 bis 1998 sind die Gletscher halb so viel geschrumpft wie in den 123 Jahren davor. Gemäss glaziologischen Studien könnten je nach Szenario zwischen 2015 und 2025 19 Prozent der heutigen Gletscher und ein Viertel der Gletscheroberfläche ver- schwinden.
Gletscher und Klimawandel
Der Rhonegletscher wird verschwinden
Gletschergemeinden schauen zu
Berge ohne Gletscher

Artensterben in der Steueroase
Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL wiesen nach, dass in der Zürcher Gemeinde Küsnacht in den letzten 150 Jahren rund 160 Pflanzenarten verschwunden sind, etwa ein Viertel der ursprünglichen Flora. Hauptursache für den Verlust ist die drastische Veränderung der Landschaft und ihrer Nutzung. Seit 1881 dehnte sich das Siedlungsgebiet um 76 Prozent aus, das Landwirtschaftsland schrump- fte um 33 und die Moor- und Sumpfflä- chen um 73 Prozent. Die Studie ist eine Frühwarnung für die Gefährdung der Artenvielfalt im Schweizer Mittelland.
WSL - Biodiversität in Gefahr

Zerschneidung der Landschaft
In der Schweiz hat die Zerschneidung der Landschaft in den letzten rund 120 Jahren um 70 Prozent zugenommen. Strassen, Siedlungen und Bahnlinien wirken auf viele Tier- und Pflanzenarten als Barrieren und schränken ihre Bewe- gungen ein. Seit 2006 ist der Grad der Landschaftszerschneidung ein Indikator für den Zustand der Landschaft, der vom Bund jährlich erfasst wird.
WSL - Landschaftszerschneidung

Schweizer Bevölkerung wächst
Die Schweiz hat 2007 das grösste Bevölkerungswachstum seit Beginn der 90er-Jahre erlebt. Die Zahl der stän- digen Wohnbevölkerung stieg um 1.1 Prozent auf 7'593'500 Personen, eine Zunahme von 84'800 Personen gegen- über dem Vorjahr. Mehr als vier Fünftel der Zunahme entfielen auf die Zuwan- derung, während der Geburtenüber- schuss ein weiteres Fünftel beitrug. Als Hauptursachen für das markante Wachstum bezeichnet das Bundesamt für Statistik die gute Wirtschaftslage sowie die Einführung des freien Personenverkehrs Anfang Juni 2007.
Bundesamt für Statistik Schweiz

Weltbevölkerungsuhr
Die Weltbevölkerung wächst weiter, jedes Jahr um etwa 80 Millionen Men- schen. Das entspricht der Einwohner- zahl von ganz Deutschland. Der unge- bremste Zuwachs ist die Hauptursache vieler Probleme und kann nicht ohne Folgen bleiben für die Ökosysteme der Erde. Die Weltbevölkerungsuhr der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung veranschaulicht das rasante Wachstum.
DSW-Weltbevölkerungsuhr

Klimaschutz und Ernährung
Als einfache Massnahme für den Klima- schutz empfiehlt Rajendra Pachauri, Vor- sitzender des Weltklimarats, weniger Fleisch zu essen oder ganz darauf zu verzichten. Gemäss einem Bericht der Ernährungs- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erzeugt der Nutztiersektor mehr Treibhausgase als das Transportwesen. Daneben ist er eine grosse Quelle für Bodenerosion und Wasserverschmutzung. Die Schwei- zerische Vereinigung für Vegetarismus hat Fakten zusammengetragen.
Fakten zu Klimaschutz und Ernährung

Schweizer Fleischkonsum steigt
Schweizerinnen und Schweizer essen mehr Fleisch. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Fleischkonsum 2007 um 2.2 Prozent auf über 400'000 Tonnen. Erst- mals seit 2002 stieg der Pro-Kopf-Ver- zehr inklusive Fisch und Krustentiere auf über 60 kg.

Auf Fisch und Meerestiere verzichten
Die Menge der in der Schweiz konsu- mierten Fische und Meerestiere stieg in den letzten zwei Jahrzehnten um über 20 Prozent an und beträgt mittlerweile 7.6 kg pro Kopf und Jahr. Die Bestände vieler Meeresfische sind überfischt, Millionen von Fischen und Meerestieren landen als unerwünschter Beifang in den Netzen. Für die in der Schweiz kon- sumierten 56'000 t Fisch- und Meeres- produkte wurden 250'000 t lebende aquatische Ressourcen verbraucht (Angaben WWF Schweiz)!

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WWF Schweiz Fischführer

Alte Legehennen werden entsorgt
Pro Jahr werden in der Schweiz etwa 1.7 Millionen "alte" Legehennen ge-
schlachtet. Besonders viele in der Zeit nach Ostern. Denn in den Wochen vor-
her verkaufen Coop und Migros bis zu siebenmal mehr Eier als im Jahresdurch- schnitt. Die Schlachttiere will niemand mehr essen.
Entsorgungsproblem Legehennen
Vergast und verfüttert
Ausgebeutet und verbrannt

Nachhaltige Produkte gefragt
In der Schweiz steigt der Absatz von ökologischen Produkten. Dies zeigt der "Konsum Report" des WWF Schweiz, der Zürcher Kantonalbank und der Universi- tät Zürich. Die Studie zeigt auch: Wir verbrauchen gesamthaft mehr Energie, kaufen mehr Produkte, wohnen in grösseren Wohnungen und Häusern, fahren schwerere Autos und reisen weiter und öfter.
Konsum Report Schweiz

Frühling immer früher
Seit 1971 haben sich Blüte und Blattent- faltung europäischer Pflanzen um durch- schnittlich eine Woche verfrüht, wie Messungen des europäischen For- schungsnetzwerks COST725 zeigen. In der Schweiz ist die Entwicklung noch drastischer, so treibt etwa die Lärche ihre Nadeln durchschnittlich 33 Tage früher aus als noch 1958. Der Kirsch- baum blüht rund 20 Tage früher als im Jahr 1894.

Artenschwund bei Säugetieren
Die Rote Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen der Weltnaturschutzunion IUCN zeigt, dass weltweit ein Viertel aller Säugetierarten vom Aussterben bedroht ist. Die Organisation untersuch- te 44'800 Tier- und Pflanzenarten hinsichtlich ihrer Gefährdung. Mehr als ein Drittel aller Arten gelten als vom Aussterben bedroht; das sind 16'900 Arten, 1'300 mehr als vor einem Jahr. Bei den Säugetieren sind von 4'500 untersuchten Arten 1'140 bedroht, über 840 weitere gibt es nicht genügend Informationen. In der Schweiz stehen unter anderen Wildkaninchen, Luchs, Braunbär, Wolf, Biber, Rothirsch und viele Fledermausarten auf der Roten Liste.
Weltnaturschutzunion IUCN
World's Mammals in Crisis

Europas Haie vom Aussterben bedroht
Mehr als ein Viertel der Hai-, Rochen- und Seekatzenarten sind vor den Küs- ten Europas im Nordostatlantik vom Aussterben bedroht. Vor allem wegen der Überfischung sind die Tiere in Gefahr, häufig gehen sie als "Beifang" ins Netz (IUCN).
Sharks threatened with extinction

Zahlreiche Vogelarten sind bedroht
Gemäss einem Bericht von Bird Life International sind viele Vogelarten in Europa und auch weltweit zusehends bedroht. Betroffen sind nicht nur exoti- sche Arten. So ist etwa der Bestand der europäischen Turteltauben in den ver- gangenen 25 Jahren um 60 Prozent eingebrochen. Der Bestand von Bengal- geiern ist in Asien innerhalb von nur 16 Jahren auf einen Bruchteil von 0.1 Prozent geschrumpft.
Bird Life - Birds and Biodiversity

Schimpansen: Dramatischer Rückgang Die Schimpansenpopulation an der Elfenbeinküste ist verheerend zurückge- gangen. Im Vergleich zur letzten Zählung vor 18 Jahren fanden Forscher des Leipziger Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie nur noch ein Zehntel der Affen vor. Gemäss den For- schern sei die Elfenbeinküste in den 60er- Jahren mit geschätzten 100'000 Schimpansen noch eine Hochburg der Menschenaffen gewesen. Ende der 80er-Jahre seien es noch 8'000 bis 12'000 gewesen. Die heutige Population betrage nur noch ein Zehntel davon, rund 1'000 Menschenaffen. Die Biologen machen vor allem den explosionsartigen Anstieg der menschlichen Bevölkerung, Abholzung und Wilderei für das Ver- schwinden der Schimpansen aus gan- zen Regionen verantwortlich. Im Tai- Nationalpark der Elfenbeinküste sei die Schimpansenpopulation stabil geblie- ben. (AP)

Erdmandelgras wird zum Problem
Wegen des Klimawandels breitet sich das aus dem Mittelmeerraum stammen- de Erdmandelgras in der Schweiz aus, so eine Mitteilung der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil. Die invasive Pflanze droht den Gemüseanbau in mehreren Kanto- nen zu beeinträchtigen. Sie bildet im Sommer mehrere Tausend Knöllchen im Boden, so genannte Erdmandeln, aus denen sich im nächsten Frühjahr neue Pflanzen entwickeln.
Forschungsanstalt ACW
Invasion von ungeliebten Pflanzen

Ökobilanz von Biotreibstoffen
Eine Untersuchung der Empa stellt fest, dass verschiedene pflanzliche Produkte zwar über 30 Prozent weniger Treib- hausgase ausstossen als Benzin. Die Prüfung der Ökobilanz, also des Weges vom Anbau des Pflanzenrohstoffs über Verarbeitung und Transport bis zum Verbraucher, stellt aber Roggen, Mais, Soja oder Raps ein schlechtes Zeugnis aus. Hervorragend schliessen Abfall- und Reststoffe aus Landwirtschaft und Wald ab - Gülle oder Holz.


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EMPA-Studie: Ökobilanz Biotreibstoffe

Das Zitat des Tages


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Das meint Albert Einstein
"Die Probleme dieser Welt können nicht mit derselben Denkweise gelöst wer- den, mit der sie verursacht wurden."



CO2 - Gehalt der Atmosphäre
Analysen von Luftblasen aus dem Eis der Antarktis lassen Rückschlüsse zu auf den CO2 - Gehalt der Erdatmospähre vor vielen Jahrtausenden. Noch nie in den letzten 400'000 Jahren war der Gehalt an diesem Treibhausgas so hoch wie heute. Für die kommenden 100 Jahre droht ein weiterer drastischer Anstieg (Graphik: British Met Office).


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Treibhausgase erreichen Maximum
Die heutige Treibhausgas-Konzentration in der Erdatmosphäre ist höher als je zuvor in den vergangenen 800'000 Jahren. Dies ist das Ergebnis von Mes- sungen des Oeschger Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern. Die Daten stammen von einem Eisbohrkern aus der Antarktis, der insgesamt acht vollständige Eiszeitzyklen dokumentiert. Noch nie so viel Treibhausgase

Bundesrat: 20 Prozent weniger Treibhausgasemissionen
Der Bundesrat möchte die Klimapolitik im Gleichschritt mit der EU vorantreiben. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent reduziert werden, bis 2050 um 50 Prozent. Zur Diskussion gestellt wird die Idee einer klimaneutralen Schweiz.

Nachholbedarf bei Klimazielen
Die Schweizer Wirtschaft hat erhebli- chen Nachholbedarf in Sachen Klima- schutz. Gemäss der jüngsten Umfrage des "Carbon Disclosure Projects" haben sich von den hundert grössten, börsen- kotierten Unternehmen der Schweiz lediglich neun konkrete CO2-Ziele gesetzt. 23 der befragten Firmen haben sich zwar ein Reduktionsziel gestellt, aber nur fünf davon halten es mit einer absoluten Zahl fest. Das sind die Berner Kantonalbank, Lonza, Novartis, Swisscom und die UBS. Vier weitere setzen Zielvorgaben im Verhältnis zum Produktionsvolumen und der Anzahl Mitarbeitenden. 41 Unternehmen haben nicht auf die Umfrage reagiert.
Flauer Einsatz für Klimaschutz



Schluss mit Energieschleudern!
Beim Kauf von Haushaltsgeräten und Lampen sollten Sie stets die Energie- etikette beachten. Sie veranschaulicht, ob ein Gerät wirtschaftlich mit Energie umgeht oder ob es in die Kategorie der Energieschleudern gehört. A-Geräte (grüner Pfeil) brauchen am wenigsten Energie, G-Geräte (roter Pfeil) am meisten. Die Länge der Pfeile stellt die Energiemenge dar, die ein Gerät oder eine Lampe benötigt.
Energieantworten.ch
topten.ch - Die sparsamsten Geräte
energybrain.ch - Energieeffizienz-Portal
Einkaufsratgeber Haushaltgeräte
BKW - Stromcheck für Haushalte
Ecoworks - ETH Plattform CO2-Projekte

Energiekonsum nicht nachhaltig
Die Schweiz deckt ihren Energiekonsum gegenwärtig zu 57 % mit Erdöl, zu 14 % mit Wasserkraft, zu 12 % mit Erdgas und zu 10 % mit Atomenergie. Das Land ist daher zu fast 70% von den nicht er- neuerbaren fossilen Energieträgern Öl und Gas abhängig. Pro Tag verbraucht die Schweiz rund 240'000 Fass Erdöl zu je 159 Litern, was einem Tageskonsum von 38 Mio. Litern entspricht!


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Schweiz: Treibstoffverbrauch senken!
Die Studie "Erdölknappheit und Mobilität in der Schweiz" der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaf- ten (SATW) gelangt zum Schluss, dass grundsätzlich bis zu 60 Prozent des Treibstoffs eingespart werden könnten. Gemäss der Studie verbraucht der schweizerische Fahrzeugpark im euro- päischen Vergleich überdurchschnittlich viel Treibstoff. Die SATW schlägt vor, die Energieeffizienz zu steigern und den Verbrauch mittels verbindlicher Mass- nahmen um mindestens zwei Prozent jährlich zu senken.
SATW - Studie "Erdölknappheit und Mobilität in der Schweiz"

World Energy Outlook 2008
Der Direktor der internationalen Ener- gieagentur IEA, Nobuo Tanaka, fordert im Zusammenhang mit dem "World Energy Outlook 2008" eine globale Energierevolution, welche durch die Finanzkrise nicht verzögert werden dürfe. Kernpunkte seien die Energie- effizienz und die Förderung der low-Carbon-Energie. Gemäss dem Referenz- szenario steigt die Energienachfrage der Welt zwischen 2006 und 2030 jährlich um 1.6 Prozent. Die Erdölnach- frage würde gemäss diesem Szenario von heute 85 Mio. Fass pro Tag auf 106 Mio. Fass pro Tag im Jahr 2030 wach- sen. Die Nachfrage nach Kohle steigt in absoluten Zahlen mehr als jede andere Energiequelle und entspricht mehr als einem Drittel des gesamten Wachstums. Das stärkste Wachstum erfolgt hinge- gen bei den erneuerbaren Energien.
WEO 2008: Pressetext
WEO 2008: Mediendokumentation (pdf)
WEO 2008: Fact Sheets (pdf)
WEO 2008: Wichtigste Graphiken (pdf)
WEO 2008: Executive Summary (pdf)

Dominoeffekt in der Arktis
Die Erwärmung der Arktis nimmt drama- tische Formen an. Gemäss dem letzten Arktis-Report der US-Klimabehörde NOAA war das vergangene Jahr das wärmste überhaupt seit Beginn regel- mässiger Messungen. Derzeit liegen die Temperaturen bis zu 5 Grad über dem Normalwert. Das eisfreie Wasser des arktischen Meeres erwärmt sich weiter durch die absorbierte Sonneneinstrah- lung, was wiederum die Eisschmelze verstärkt. Die Erwärmung der Luft habe auf Grönland dazu geführt, dass die Inlandeisdecke im vergangenen Jahr ein Volumen von über 100 Kubikkilometern verloren habe. Dies habe zu einem bis- lang noch nie dagewesenen Anstieg des Meeresspiegels um 0.25 Zentimeter in einem einzigen Jahr geführt.
NOAA - Arctic Report Card 2008

Arktiseis mit zweitniedrigstem Wert
Bis zum 12. September 2008 schmolz die Eisfläche der Arktis auf einen Wert von 4.52 Millionen Quadratkilometer. Das ist der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Messungen 1979 und liegt um 2.24 Millionen Quadratkilometer unter dem Mittelwert der Jahre 1979 - 2000. Ab Mitte September nimmt die Eisbedeckung im normalen jährlichen Rhythmus nun wieder zu.
Changes amplify Arctic warming
North Pole Closer to Having No Ice
Neue Rekordschmelze am Nordpol?

Grönland und das arktische Meereis
Was geschieht mit den Eismassen am Nordpol und wie steht es um den Grön- land-Eisschild? Weil sich die Effekte an den Polregionen der Erde verstärken, lassen sich die Folgen der globalen Er- wärmung dort besonders gut beobach- ten. Im September 2007 erreichte die Eisbedeckung des arktischen Ozeans ein neues Rekordminimum seit Beginn der Satellitenbeobachtungen vor 36 Jahren. Im Vergleich zum durchschnittli- chen Vorkommen der Jahre 1978 bis 2000 schrumpfte die Eisfläche um 40 - 45 Prozent. Damit ist eine Eisfläche von der Grösse Westeuropas in weniger als zehn Jahren verschwunden.


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Alfred-Wegener-Institut
NSIDC - National Snow and Ice Data Center, University of Colorado
Polar Science Center, Washington

Stärkster Klimawandel seit 5000 Jahren
Das Team des Meeresbiologen Charles Greene von der Cornell-Universität im US-Staat New York analysierte die wichtigsten Wärme- und Kälteperioden in der Arktis in den vergangenen 65 Mio. Jahren. In diesem Zeitraum gab es mehrere Temperaturstürze, bei denen die Durchschnittstemperatur innerhalb weniger Jahre um bis zu zehn Grad sank. Aber seit 5'000 Jahren gab es keine so starke Klimaveränderung mehr wie jetzt. ("Ecology", SDA/AFP)
Climate-driven Ecological Shifts in North Atlantic

Starke Erwärmung im Alpenraum
Im Alpenraum ist die Klimaerwärmung besonders deutlich. Im Vergleich zum globalen Trend ist sie rund doppelt so stark, wie das beratende Organ für Fragen der Klimaänderung OcCC in einem Bericht festhält. Die Studie präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des UNO-Klimaberichts IPCC 2007 mit ihrem Bezug zur Schweiz. In der Schweiz seien die mittleren Tempera- turen seit 1970 um rund 1.5 Grad ange- stiegen. Bis 2100 sei mit einer Zunahme der Sommertemperaturen von 3.5 bis 7 Grad zu rechnen. Ein Durchschnittssom- mer werde dann etwa dem Hitzesom- mer 2003 entsprechen. Dazu werde es im Sommer deutlich trockener und im Winter feuchter werden. Dies werde massive Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft haben.
OcCC: Das Klima ändert – was nun?

Abrupter Klimawandel
Erstmals wurde die chemische Zusam- mensetzung eines Eisbohrkerns mit einer zeitlichen Auflösung von wenigen Monaten analysiert. Am Ende der letz- ten Eiszeit vor rund 15'000 Jahren änderte sich das Klima in Grönland demnach schneller, als bisher vermutet. Auf den ersten Wärmeschub folgte eine Abkühlung, die zwei Jahrhunderte dauerte. Dann erwärmte sich das Klima innerhalb von 60 Jahren wieder um zehn Grad. Beeinflusst wurde das Klima durch globale Luftströmungen, die sich noch schneller änderten.
Medienmitteilung Uni Bern

Mit Holzbauten CO2 einsparen?
Wenn wir mehr mit Holz bauen, leistet der Wald den wirksamsten Klimaschutz. Die Einsparung an Treibhausgas-Emis- sionen in der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft könnte bis in knapp 20 Jahren auf gut 8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr gesteigert werden. Das ent- spricht 15 Prozent des heutigen jährli- chen Treibhausgasausstosses. Wird das Bauholz später als Abfall- oder Altholz für die Energiegewinnung verwendet, lässt sich mit demselben Holz der Aus- stoss von Treibhausgasen zweifach reduzieren. Nur leider: Mit den als Bau- holz begehrten Fichten sieht es im Mittelland nicht sehr gut aus.
Bundesamt für Umwelt - Waldthemen
Medienmitteilung BAFU/WSL 09.11.2007
Bund verlangt zuviel vom Wald

Peak Oil: Das Fördermaximum
Der Begriff "Peak Oil" beschreibt das Maximum der globalen Erdölförderung. Jede Erdöl- oder Erdgasquelle weist eine spezifische Produktionskurve auf, die bei Null beginnt, auf ein Maximum ansteigt und danach wieder auf Null zurückgeht. Dieselbe Gesetzmässigkeit gilt auch für die weltweite Förderung. Die Graphik zeigt die Förderkurven für verschiedene Länder.


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Weltenergiebedarf
Die Welt verbraucht pro Tag die Menge Energie, die in 200 Millionen Fass Öl steckt. 86 Prozent davon stammen tat- sächlich aus der Verarbeitung fossiler Rohstoffe wie Öl, Erdgas und Kohle - den grössten CO2-Quellen. Nur ein Bruchteil wird mit nicht fossilen und schadstoffarmen Energieträgern er- zeugt.

Idee Alpentransitbörse
Die Alpentransitbörse will die Zahl der LKW-Fahrten über die Alpen begrenzen. Für die möglichen Fahrten sollen handel- bare Durchfahrtsrechte eingeführt werden, die an einer Börse gehandelt werden. Der Schwerverkehr soll damit auf ein für Mensch und Natur erträglich- es Mass reduziert und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn geför- dert werden.


Alpentransitbörse
SVP-Niederlage
Nationalrat für Alpentransitbörse
Verlagerungsziel verschoben

Bildatlas dokumentiert Umweltveränderungen
Durch Kombination von Photos mit Satellitenaufnahmen und Daten aus wissenschaftlichen Studien zeigt der "Atlas of Our Changing Environment" der UNEP, wie dramatisch sich unsere Umwelt innerhalb weniger Jahrzehnte verändert hat. Ein ideales Hilfsmittel für weltweite Fallstudien.
Atlas of Our Changing Environment



Nachhaltigkeit und Klimaänderung
In der Rubrik "Wissen" erfahren Sie mehr zum Themenkreis Umwelt, Nachhaltigkeit, Klima und Klimaände- rung, Regenwald, Wasser, Energie und Kohlendioxid, 2000-Watt-Gesellschaft.
Klimawissen


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Wälder der Erde
Wälder sind bedeutende Ökosysteme und spielen eine wichtige Rolle im Klima- system. Ein Rückgang der globalen Waldbedeckung aufgrund menschlicher Aktivitäten kann gravierende Folgen zeitigen. Neben Gebieten mit starker Entwaldung gibt es aber auch Zonen mit einem Nettozuwachs an Wald. Daneben zeigt die Karte auch Trockengebiete mit wachsenden Wüsten.


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Tropenwaldschutz ist Klimaschutz
Die tropischen Regenwälder, deren Kronenschicht bis zu vierzig Prozent aller weltweit bekannten Lebewesen beheimatet, haben eine besondere Be- deutung für das Klima. Werden sie zer- stört, gelangen enorme Mengen von Treibhausgasen in die Atmosphäre. So ist Indonesien in kurzer Zeit zum dritt- grössten Verursacher von Treibhaus- gas-Emissionen geworden, wofür zu 85 Prozent die Abholzung der Regenwälder verantwortlich ist. Auch in Brasilien verursacht die Entwaldung 70 Prozent aller klimaschädlichen Emissionen ("tong tana", Mitteilungsblatt des Bruno-Manser-Fonds, Basel).
Bruno Manser Fonds
Bruno Manser - Bilddatenbank
Stiftung PanEco
Aktion urwaldfreundlich.ch
Prinz Charles Regenwald-Projekt
Prinz Charles Videobotschaft
Global Canopy Programme
Mongabay - Rainforest Conservation

Tropenwälder bremsen Klimawandel
Forscher der Universität Leeds berich- ten, die Tropenwälder der Erde würden mit 18 Prozent beinahe ein Fünftel des vom Menschen verursachten Treibhaus- gases Kohlendioxid schlucken und dadurch die Klimaerwärmung deutlich bremsen. Tropenwälder nehmen jedes Jahr 4.8 Milliarden Tonnen CO2 auf. Darin enthalten ist ein bisher unbekann- ter Beitrag afrikanischer Tropenwälder von bis zu 1.2 Mrd. Tonnen CO2. Ge- mäss Weltklimarat IPCC gelangen durch menschliche Aktivitäten jährlich etwa 32 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Davon verbleiben aber nur 15 Mrd. Tonnen in der Atmosphäre. Die For- schungsergebnisse zeigen, was mit einem Teil der übrigen 17 Mrd. Tonnen geschieht. Etwa die Hälfte nehmen die Ozeane auf, die andere Hälfte wird durch die Vegetation und Böden absor- biert. Wiederum etwa die Hälfte davon entspricht somit der Aufnahme durch die Tropenwälder.
(Nature, Bd. 457, S. 1003).
One-Fifth of Emissions Absorbed

Abholzung der Tropenwälder
Die Abholzung der Tropenwälder schrei- tet ungebremst voran: In den Jahren von 2000 bis 2005 sind 27 Millionen Hektaren Regenwald von der Erdober- fläche verschwunden. Das sind 2.4 Prozent des gesamten Tropenwaldes. Die Abholzungsrate sei zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch genau so hoch wie in den 90er-Jahren des vergangen- en Jahrhunderts, so ein Bericht in der Zeitschrift "PNAS". Die Fläche des neu abgeholzten Regenwaldes ist grösser als Grossbritannien. (SDA)

Abholzung und Hungerkrise
Der weltweite Anstieg der Lebensmittel- preise führt gemäss Greenpeace ver- mehrt dazu, dass Sojabauern und Vieh- züchter Urwald abholzen, um Anbau- und Weideflächen zu bekommen. Im August 2008 seien im Amazonas 760 Quadratkilometer Wald gerodet worden, im Vorjahr seien es 230 Quadratkilo- meter gewesen. (AP)

Ozeane
Die erste wissenschaftliche Studie über den menschlichen Einfluss auf marine Ökosysteme bringt es an den Tag: Global werden mehr als 40 % der Ozeane stark beeinflusst durch mensch- liche Aktivitäten. Kaum ein Ozeangebiet bleibt unberührt. Für die Karte wurden 17 verschiedene Themengebiete berücksichtigt wie die Fischerei, Klima- änderung, Verschmutzung und weitere.


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Todeszonen in den Weltmeeren
Deutsche Forscher prognostizieren, dass die sauerstoffarmen Todeszonen in den Weltmeeren weiter stark wach- sen könnten, falls der Mensch weiterhin ungedrosselt CO2 in die Atmosphäre entlässt. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der lebensfeindlichen Meeres- gebiete stetig gestiegen, bereits gibt es mehr als 400 davon mit einer Fläche von etwa 245'000 Quadratkilometer.
Leibniz-Institut Meereswissenschaften
Todeszonen im Ozean werden grösser
Marine dead zones to expand rapidly

Versauerung der Ozeane
Die Versauerung der Ozeane sei bereits eindeutig nachzuweisen und sie be- schleunige sich. Sie gefährde die Ökosysteme in den Weltmeeren. 150 Meeresforscher aus 26 Ländern haben diese Alarmmeldung, verbunden mit dem dringenden Aufruf an die Politik, etwas zu unternehmen, unterzeichnet. Mit der sogenannten "Deklaration von Monaco" machen die Forscher darauf aufmerksam, dass sich die steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre auch auf die Meere auswirkt. Gemäss James Orr vom Marine Environment Lab in Monaco sind die Änderungen so schnell und ernst, dass Auswirkungen auf die Organismen unausweichlich erscheinen würden. In Meeresregionen mit natürlicherweise hohem Kohlensäu- regehalt lösen sich die Kalkgehäuse und -skelette von Schnecken und Korallen in kurzer Zeit auf.
CO2-Ausstoss reduzieren - Jetzt!
Monaco-Deklaration (pdf)
BBC News: Sea's acid path
Nature: Ocean Acidification

Wasser - eine besondere Substanz
Wasser ist eine chemische Verbindung mit besonderen physikalischen Eigenschaften. Kein Wasser - kein Leben. Im Bild das Kristallgitter von Eis.



Virtuelles Wasser
Als "virtuelles Wasser" bezeichnet man die gesamte Wassermenge, welche für die Herstellung eines bestimmten Pro- dukts aufgewendet werden muss. In die Bilanz geht auch auf den ersten Blick verdeckter Wasserverbrauch ein. So fällt bei der Erzeugung von Rindfleisch nicht nur der Verbrauch von Trinkwasser für die Tiere an, sondern auch für die Bewässerung von Futterpflanzen.
Virtuelles Wasser - was ist das?
Stockholm International Water Institute
Vereinigung Deutscher Gewässerschutz
140 Liter Wasser für einen Kaffee

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